Der neue Gast der von Özge Zeki vorbereiteten Sendung „Gespräche auf der Spur des Glücks“ ist Verda Çakan, Emotions-Essberaterin und Autorin des Buches „Liebe macht satt“.
In dieser Folge von „Gespräche auf der Spur des Glücks“ begrüßt Özge Zeki Verda Çakan, Emotions-Essberaterin und Autorin von Liebe macht satt. Im Laufe des Gesprächs diskutieren sie darüber, dass Essverhalten nicht nur mit physiologischen Bedürfnissen zu tun hat, sondern oft mit den emotionalen Lasten eines Menschen verknüpft ist – mit dem, was er ansammelt, unterdrückt oder nicht ausdrücken kann. Verda Çakan erklärt auf einfache, aber eindrucksvolle Weise, wie die emotionalen Schwankungen des modernen Menschen—am Schreibtisch, im Verkehr, zu Hause, in Beziehungen oder in Momenten des Alleinseins—unbemerkt in Essverhalten übergehen können und wie das kurzzeitige Gefühl der Befriedigung durch das Essen in Wahrheit ein Versuch ist, ein tieferes Gefühl zu unterdrücken.
Einer der stärksten Aspekte dieses offenen Gesprächs ist die Ehrlichkeit, mit der Verda Çakan ihre eigene Geschichte erzählt. Sie berichtet, wie das ständige Auf- und Abnehmen seit ihrer Kindheit zu einem wiederkehrenden Muster in ihrem Leben wurde, wie sie dies dazu brachte, im Bereich des emotionalen Essens zu arbeiten, und warum sie ihre Karriere in der Kommunikationsbranche aufgab, um Menschen in diesem Bereich zu unterstützen. Diese Reise stellt sowohl eine persönliche als auch eine berufliche Entdeckung dar. Sie betont die tiefe Zufriedenheit und den Sinn, den sie heute darin findet, die Erkenntnisse, die sie über Jahre der Selbstarbeit gewonnen hat, an ihre Klienten, Workshop-Teilnehmer und Auszubildenden weiterzugeben.

Das Gespräch vertieft sich, als die Unterschiede zwischen emotionalem und physiologischem Hunger detailliert erläutert werden. Verda Çakan erklärt, dass emotionaler Hunger plötzlich auftaucht, die Person dazu bringt, schnell zu essen und oft nach einem bestimmten Lebensmittel zu verlangen, dass er sich nicht aufschieben lässt und meist selbst nach dem Essen ein unangenehmes Gefühl der Leere hinterlässt. Physiologischer Hunger hingegen ist ein ruhigerer, langsamerer und natürlicherer Prozess—ein Signal, das erscheint, wenn der Körper wirklich Nahrung braucht und das aufschiebbar ist. Sie empfiehlt den Zuhörern, ein Ernährungstagebuch zu führen, um diese beiden Hungerarten unterscheiden zu können, denn hinter dem Sichtbaren verbirgt sich oft ein vergessenes Gefühl, ein unbemerkter Auslöser oder ein sich wiederholendes Verhaltensmuster.
Der Teil, in dem Verda Çakan das Konzept des „Leichterwerdens“ (hafifleme) hervorhebt, gehört zu den inspirierendsten Abschnitten des Gesprächs. Sie erklärt, dass das Wort „Diät“ beim Menschen Gefühle von Druck, Entbehrung und Misserfolg auslöst, während „Leichterwerden“ einen mentalen, emotionalen und körperlichen Zustand des Gleichgewichts beschreibt. Ihrer Meinung nach ist Leichterwerden kein Anfang, sondern eine Vorbereitung. So wie man sich auf eine Hochzeit, eine Reise oder einen wichtigen Meilenstein vorbereitet, sollte man zuerst seine eigenen Gefühle erkennen, seine Auslöser bemerken und lernen, die Signale des Körpers zu lesen. Sie sagt, dass es selten nachhaltig ist, einer Person ein Diätprogramm zu geben, ohne sie zuvor auf diesen Prozess vorzubereiten.

Im weiteren Verlauf des Gesprächs werden die Schulungen und Workshops, die Verda Çakan durchführt, detailliert beschrieben. Online-Gruppenarbeiten, Einführungsworkshops zum emotionalen Essen und „Diätvorbereitungs“-Prozesse sind so gestaltet, dass die Teilnehmer zuerst sich selbst verstehen und anschließend eine nachhaltige Verhaltensänderung erreichen können. Verda Çakan berichtet, dass die Menschen während dieser Arbeiten mit ihren Kindheitsgeschichten konfrontiert werden, beginnen, die emotionalen Lasten, die sie jahrelang getragen haben, auszudrücken und Fähigkeiten entwickeln, diese Gefühle zu bewältigen. Ihrer Ansicht nach ist Bewusstsein der erste Schritt; aber dieses Bewusstsein in Handlung umzusetzen—mit Mitgefühl zu sich selbst und mit konsequenter Verhaltensveränderung—schafft wirkliche Veränderung.
Diese Folge bietet ein kraftvolles Gespräch nicht nur über Essgewohnheiten, sondern auch über die Transformation der Beziehung eines Menschen zu sich selbst. Es wird herausgearbeitet, dass ein Mensch, der seine Gefühle erkennt und steuert, auf natürliche Weise beginnt, sein Essverhalten zu regulieren, und dass die Gefühle von Essen, Sättigung, Zufriedenheit und Kontrolle eng mit dem emotionalen Zustand verbunden sind. Das herzliche und tiefgründige Gespräch zwischen Özge Zeki und Verda Çakan eröffnet den Zuhörern einen inspirierenden Raum, um ihrer inneren Stimme zu lauschen, mit ihren Gefühlen Frieden zu schließen und ihre Beziehung zum Essen bewusster zu gestalten.



















































