Der digitale Künstler, Motion-Designer und Creative Director Atilla Erkmen war Gast in der Sendung „Eylül Aşkın İle“, moderiert von Eylül Aşkın. Erkmen sprach über seine künstlerische Reise, darüber, was NFTs der digitalen Kunstwelt bringen, und über seine neuen Projekte.
In dem Gespräch im Medusa Artkafe erklärte Erkmen, wie seine Bildungsreise, die mit Bildender Kunst und Kunstgeschichte begann, ihn zur digitalen Kunst führte, und sagte: „Ich hatte immer eine Leidenschaft für die Kunstproduktion in mir. Als NFT-Technologien ein Feld für digitale Kunst eröffneten, versuchte ich, dort einen Platz zu finden.“
„NFTs gewährleisten die Eigentümerschaft am digitalen Werk“
Erkmen bezeichnete NFTs als eines der wichtigsten Werkzeuge für digitale Kunst und sagte:
„Nichts anderes als ein NFT kann sicherstellen, dass ein digitales Werk Ihnen gehört. Das kann man sich wie ein Zertifikat oder einen Echtheitsnachweis in der physischen Kunst vorstellen. NFTs haben einen sehr bedeutenden Freiraum geschaffen, in dem digitale Künstler sich verwirklichen können.“

Er erklärt Liebe mit einer Raummetapher: „Ich habe sie als Freiheit interpretiert“
Erkmen, der in seiner NFT-Sammlung „Touch“ die Liebe durch die Metapher des Weltraums verarbeitete, erklärte diesen Zusammenhang wie folgt:
„Ich habe die Beziehung zwischen Liebe und Raum eher als Freiheit interpretiert. Ein Zustand, in dem man nicht an einen materiellen Ort gebunden ist, einander zugehörig, aber gleichzeitig in einer freien Umgebung ist… Der Raum ist eine perfekte Metapher, um die Grenzenlosigkeit der Liebe und ihre unendlichen Möglichkeiten widerzuspiegeln.“
Digitale Beziehungen und gesellschaftliche Enge
In seiner Serie „Digital Interrelations“ behandele er digitalisierte Beziehungen und die Enge des modernen Menschen, so Erkmen: „Die digitale Umgebung schürt die Tendenz der Menschen, sich anders darzustellen, als sie sind. Die Menschen tun so, als wären sie in einem ständigen Zustand der Motivation und Perfektion, aber das entfremdet sie von der Realität. Ich versuche, die Enge der Gesellschaft durch Menschen zu beschreiben, die sich nicht auf den Weg der Selbst-erkenntnis begeben haben.“

KI sollte ein „Werkzeug“ sein, kein „Künstler“
Erkmen ging auch auf den Platz der künstlichen Intelligenz in der Kunstproduktion ein und wies auf ethische Grenzen hin:
„Es ist nicht ethisch, eine Arbeit, die allein von einer KI produziert wurde, mit ‚Ich habe das gemacht‘ zu präsentieren. Künstliche Intelligenz sollte als Werkzeug verwendet werden, genau wie ein Collage-Künstler verschiedene Materialien zusammenfügt. Kunst erfordert eine dem Menschen eigene intuitive Vernunft und Ausdrucksweise.“
USF-Festival schafft Raum für unabhängige Werke
Über das Universal Science Fiction and Fantastic Film Festival (USF), dessen Direktor er seit 2023 ist, informierte Erkmen: „Wir wollen Science-Fiction- und Fantasy-Film in der Türkei stärken und unabhängigen Produzenten Raum geben. Dieses Jahr werden auch mit KI produzierte Kurzfilme teilnehmen. Das Festival ist nicht nur Film; es ist ein Erlebnisraum voller digitaler Kunst, Robotik-Technologien und Gesprächen.“
Zukünftige Projekte: Kulturstudien und Drehbücher
Erkmen teilte auch seine Zukunftspläne mit und sagte, er strebe einen zweiten Master in Kulturstudien an und wolle die interkulturelle Wechselwirkung von Bildern von antiken Zivilisationen bis heute erforschen. Er fügte hinzu, dass er auch an Drehbuchprojekten arbeite.




















































