Die 7. Folge der Kunstsendung „Rengârenk“, moderiert von Zehra Aksoy, wurde im Turkey News Portal und auf dem YouTube-Kanal ausgestrahlt. Der Gast der Sendung diese Woche war die Malerin Alev Özas, bekannt für ihre Energie und Positivität, die Istanbul und Weltstädte mit ihren Farben und Pinselstrichen auf die Leinwand bringt.
Özas, Absolventin der Abteilung für Malerei-Lehramt an der Atatürk Pädagogischen Fakultät der Marmara Universität, setzte ihre Kunstausbildung in der Werkstatt des verstorbenen Ramiz Aydın fort. Die Künstlerin, die intensiv an Farbharmonie und Tachismus (Fleckenmalerei) gearbeitet hat, entwickelte ihre Pinseldisziplin und ihr Kompositionsverständnis durch eine 8-jährige Zusammenarbeit mit Devrim Erbil.
Vom Theater zur Leinwand: Eine interdisziplinäre Kunstreise
In der Sendung erklärte Özas, dass ihre erste Verbindung zur Kunst in ihrer Kindheit durch die Bühne entstand. Sie stated, dass sie sich zwischen Theater und Malerei entscheiden musste und die Malerei wählte. Allerdings hielt sie ihr Interesse am Theater aufrecht, indem sie Bühnenkulissen entwarf, und fügte hinzu, dass großformatige Dekorgemälde ihr Mut und Raumbeherrschung verliehen.

„Malerei gleich Mathematik“: Eine Kunst auf den Spuren von Ramiz Aydın
Özas beschrieb den Meistermaler Ramiz Aydın als „den Lehrer, der die Mathematik der Malerei lehrte“ und sagte, sie habe die von ihm erlernte tachistische und farbenfrohe Herangehensweise mit ihrem eigenen expressiven und figurativen Stil vermischt. Sie betonte, dass die scheinbare Zufälligkeit und Üppigkeit in ihren Werken tatsächlich mit einem tiefen Wissen über Komposition, Farbe und Gleichgewicht geschaffen werden.
Über 80 Ausstellungen und „Widerstandslinien“
Özas, die an über 80 Einzel- und Gruppenausstellungen teilgenommen hat, betonte, dass sie besonders von Ausstellungen beeinflusst wurde, die Sozialprojekte waren. Sie beschrieb ihre Serie „Widerstandslinien“ (Direnen Çizgiler), die sie 2025 startete, als eine Referenz an den Kampf des Landes und seiner Menschen, trotz der Schwierigkeiten zu bestehen, zu widerstehen und zu existieren.

Leidenschaft für große Formate und soziale Verantwortung
Özas stated, dass ihre Zeit als Wandmalerin ihr das Selbstvertrauen gab, an großformatigen Projekten zu arbeiten, und erinnerte daran, ein massives 50-Meter-Panorama Istanbuls geschaffen zu haben. Sie äußerte ihr Ziel, dieses riesige Werk durch die Spende der Verkaufserlöse an Waisenkinder in ein Sozialprojekt zu verwandeln, und ihren Wunsch, diesen Traum zu verwirklichen.
Ratschlag an junge Künstler: „Meidet das Ego, denkt universal“
Als Kunstdozentin riet Özas jungen Künstlern: „Arbeitet hart, produziert viel, lest viel und lernt die Kunstgeschichte gut.“ Sie stated, ihre wichtigste Botschaft sei, „das Ego zu meiden“, und fügte hinzu: „Anstatt mit denen neben euch zu konkurrieren, geht den Weg gemeinsam. Denkt universal, lasst euch von jeder Kultur nähren und blickt immer nach vorn.“




















































