Als Vorsitzende(r) der Kultur- und Tourismusausschusses der CHP-Provinzdirektion Istanbul nahmen wir an dem Panel mit dem Thema „Ist Bodrum 365 Tage möglich?“ teil, das von der Zeitschrift Türkiye’de İş Dünyası innerhalb der İhlas Mediengruppe im Rahmen des 2. Bodrum-Wirtschaftsgipfels organisiert wurde.
Das Programm, moderiert von Celal Toprak, dem Chefredakteur der Zeitschrift Türkiye’de İş Dünyası, fand im Sianji Well Being Resort Bodrum statt. An dem Gipfel nahmen teil: Ali Sırmalı, Landrat von Bodrum, Ali Zağlı, stellvertretender Generalsekretär der Metropolgemeinde Muğla, Ahmet Yıldızhan, stellvertretender Bürgermeister von Bodrum, Orhan Dinç, Präsident der Bodrumer Handelskammer für Schifffahrt, Oktay Dumruk, Leiter des Sportamtes des Landkreises Bodrum, Aslıhan Ören, Präsidentin der İhlas Mediengruppe, Recai Çakır, Eigentümer des Sianji Well Being Resort, sowie weitere wichtige Vertreter des regionalen Tourismussektors.
Die im Panel geäußerten Meinungen und unsere eigenen Beobachtungen zeigten uns Folgendes: Das Ziel eines ganzjährigen Tourismus ist sicherlich ein gemeinsamer Wunsch. Um jedoch realistisch zu sein, müssen wir zunächst die Infrastruktur stärken, um die drei Monate der Sommersaison optimal zu nutzen. Ohne Verbesserung der Straßen, dauerhafte Investitionen in die Strom- und Wasserversorgung und Erleichterung des Transports wird es schwierig sein, den Tourismus ganzjährig nachhaltig zu gestalten.

Eines der größten Hindernisse für einen 12-Monats-Tourismus ist, dass sich die Region in den Wintermonaten in eine Großbaustelle verwandelt. Mit einem jungen und energiegeladenen Bürgermeister kann Bodrum derzeit aufgrund der begrenzten Unterstützung durch die Regierung den Tourismus nur 4–5 Monate aufrechterhalten. Dies macht die Bemühungen und Visionen der lokalen Verwaltungen umso wertvoller.
Unserer Meinung nach sollte das vorrangige Ziel darin bestehen, die aktuelle Saison perfekt zu gestalten. Danach wird es mit richtiger Planung und Investitionen möglich sein, den Tourismuszeitraum schrittweise zu verlängern. Dafür:
- Festivals für die regionale Frucht, die Mandarine, organisieren und diese Festivals für die nationale und internationale Werbung nutzen
- Das kulturelle Erbe fördern; insbesondere die Restaurierung der historischen Windmühle an der Bergstraße durch das Ministerium für Kultur und Tourismus, um sie dem Tourismus zugänglich zu machen
- Systeme auf Dächern installieren, um Regenwasser zu sammeln und wiederzuverwenden, insbesondere zum Schutz der Wasserressourcen, und diese Praxis fördern
- Mehr Tourismusmessen und Großveranstaltungen in Bodrum abhalten
- Sport-, Kultur- und Gastronomieveranstaltungen über das ganze Jahr verteilen
- Lokale Produktion und Handwerkskunst mit dem Tourismus verbinden
- Alternative Tourismusmodelle wie Gesundheits-, Natur- und Kongresstourismus unterstützen
Es sollten Projekte zum kulturellen Erbe Bodrums entwickelt werden, und unser Ministerium für Kultur und Tourismus sollte in diesem Bereich tätig werden.
Wir glauben an das touristische Potenzial Bodrums und unterstützen die Projekte unseres Bürgermeisters von ganzem Herzen. Mit den richtigen Schritten und kollektiver Weisheit kann Bodrum zu einer Tourismusstadt werden, die an jedem Tag des Jahres lebt – nicht nur im Sommer. Der Weg zu diesem Ziel führt jedoch zunächst über die Perfektionierung der kurzen Saison und eine solide Infrastruktur.